Ein verrücktes Spiel entwickelte sich am Sonntag zwischen Lentings Reserve und dem FC Fatih Ingolstadt II – nach spannenden 90 Minuten, in denen der Schiedsrichter vier Elfmeter verhängte, stand es am Ende 4:3 für die Gastgeber.

Dabei waren dieses Mal die Lentinger effektiver in der Chancenwertung – und das war ausschlaggebend für den Sieg. Fatih fand besser ins Spiel und hatte schon nach wenigen Minuten nach jeweiligen Missverständnissen in der TSV-Defensive zwei große Chancen. Auf der Gegenseite spielte der Torwart einen Pass genau in die Füße von Dominik Platzer, der mit einem schönen Schuss zum 1:0 traf. Die Lentinger waren jetzt im Spiel und nach einem Konter bediente Platzer mit einer flachen Hereingabe den durchgestarteten Roland Wilske, der auf 2:0 erhöhte. Je länger die Partie dann dauerte, umso größer wurde der Druck der Gäste. Vor allem in der letzten Viertelstunde vor der Pause hatten die Lentinger Glück, keinen Treffer zu kassieren. Die Gäste kombinierten sich immer wieder gut vor das Tor, schlossen aber zu harmlos ab. Dafür setzte es nach der Pause sofort die kalte Dusche, als ein Verteidiger etwas ungestüm im Strafraum zu Werke ging und Fatih den folgenden Elfmeter zum 2:1 nutzte. Die Lentinger hatten nun ein paar bange Minuten zu überstehen, sorgten aber mit schnellen Gegenstößen auch immer wieder für Entlastung. Nach einem solchen holten die Lentinger eine Ecke heraus. Esad Berisha kam nach dieser zum Kopfball und ein Fatih-Spieler wehrte den Ball für seinen geschlagenen Keeper mit der Hand auf der Linie ab. Die Folge: Rote Karte und Elfmeter für Lenting. Diesen nutzte Roland Wilske sicher zum 3:1. Fünf Minuten später konterten die Hausherren erneut, dieses Mal wurde Platzer im Strafraum gefoult und Esad Berisha verwandelte den Elfmeter zum 4:1. Doch trotz Unterzahl steckten die Gäste nicht auf und nach einem schnellen Angriff kamen sie zum 4:2. Zehn Minuten vor Schluss sprang einem Lentinger der Ball unglücklich im Strafraum an die Hand und es gab erneut Elfmeter – Fatih verkürzte zum 4:3. Die letzten Minuten entwickelten sich damit zu einer Abwehrschlacht, die die Lentinger mit Glück und Geschick überstanden und damit den nicht unverdienten ersten Sieg einfuhren.