Die Fußballer des TSV Lenting haben bei ihrer  Jahresversammlung einen Generationenwechsel eingeläutet. Mit Dominik Platzer, Michael Denik und Willi Dick gehören ab sofort drei noch aktive Spieler zur Abteilungsführung.

An der Spitze der Abteilung bleibt Franz Reindl (52). Ihm war es aber wichtig, junge Spieler mit in das Führungsgremium zu integrieren, weil diese einen noch kürzeren Draht zu Mannschaft und Trainerteam haben. Mit Dominik Platzer (28), Michael Denik (25) und Willi Dick (26) übernahmen drei Lentinger Eigengewächse diese Aufgabe. Sie lösen Fred Quiring und Werner Schab ab und sollen künftig unter anderem Vertragsgespräche mit Trainern und Spielern führen und den am Faschingssamstag stattfindenden Lumpererball federführend organisieren. Unterstützt werden sie dabei von Werner Krämer, der der Abteilungsführung erhalten bleibt. Alle anderen Mitglieder des Gremiums wurden bei den Wahlen in ihren Ämtern bestätigt. Als Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainer fungiert Peter Wolf weiter als Sportlicher Leiter. Jugendleiter bleiben Willi Bauer und Josef Brummet. Kassier ist Gerhard Roth und als Schriftführer kümmert sich Christoph Enzmann nach wie vor um die Öffentlichkeitsarbeit.

Finanziell steht die Fußballabteilung auf gesunden Beinen, allerdings nur, weil Lumpererball, Bandenwerbung und zusätzliche Spenden viel Geld in die Kasse spülen. Alleine von den 7,30 Euro, die die Fußballer jährlich pro Mitglied vom Hauptverein bekämen, würde die Abteilung nicht überleben können, verdeutlichten Reindl und Roth. „Es ist machbar, wir haben es auch die letzten Jahre immer wieder geschultert“, sagte Reindl. „Aber wir müssen den Lumpererball unbedingt aufrecht erhalten.“ Das ist auch deshalb notwendig, weil die Ausgaben in den kommenden Jahren wohl noch weiter steigen dürften. Das liegt laut Wilfried Holzapfel, der als stellvertretender Vorsitzender des Hauptvereins die Wahlen begleitete, auch am Bayerischen Fußball-Verband (BFV), der von den Vereinen immer höhere Abgaben verlange und es diesen damit immer schwerer mache, zu überleben. Dazu gehörten unter anderem die steigenden Kosten für Spielerwechsel. Zu den weiteren Ausgaben zählen die Pflege des Vereinsgeländes am Bergfürst, die Bezahlung der Trainer sowie Kosten für Schiedsrichter und Sportgericht.

Mehr Geld in die Kasse bringen würde nach Meinung der Lentinger Verantwortlichen der Aufstieg in die Kreisklasse, weil dort vor allem erste Mannschaften spielten und es zudem zu vielen Derbys käme. „Die zweiten Mannschaften bringen meistens so wenige Zuschauer mit, dass wir es oft nicht einmal schaffen, mit diesen Einnahmen die Schiedsrichter zu bezahlen.“, sagt Reindl.

Nach dem die erste Mannschaft den Aufstieg im vergangenen Jahr knapp verpasst hatte, ist das Ziel auch in dieser Saison noch lange nicht erreicht. Die Lentinger liefern sich in der A-Klasse 1 Donau/Isar einen spannenden Zweikampf mit dem SV Stammham, der die Tabelle aktuell mit drei Punkten Vorsprung vor den Lentingern anführt. Möglicherweise kommt es am Sonntag, 3. Juni, in Stammham zu einem Endspiel zwischen diesen beiden Teams um den Meistertitel. Für das Trainerduo Yildirim Rauf/Markus Braun wäre der Aufstieg ein erfolgreicher Abschluss ihrer zweijährigen Amtszeit beim TSV. Nach dieser Saison übernehmen dann Giuseppe Di Terlizzi und Metehan Kuscuoglu die Mannschaft.

Auch die zweite Lentinger Mannschaft spielt nach einer durchwachsenen vergangenen Saison heuer um den Aufstieg in die B-Klasse. Die Lentinger haben seit der Winterpause keinen Punkt mehr abgegeben und kämpfen mit dem SV Wettstetten und dem ST Kraiberg II um die zwei Aufstiegsplätze.

Foto: Die neu gewählte Lentinger Abteilungsführung (von links): Die Seniorenleiter Michael Denik, Dominik Platzer und Willi Dick, Schriftführer Christoph Enzmann, Abteilungsleiter Franz Reindl, „Bergfürst-Beauftragter“ Fred Quiring, Seniorenleiter Werner Krämer, Betreuer Andre Grabowski, Kassier Gerhard Roth und der stellvertretende Jugendleiter Josef Brummet. Es fehlen Jugendleiter Willi Bauer und Sportlicher Leiter Peter Wolf.